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Geschrieben von JeSth am 26.02.2007, 14:35 Uhr

Benotung

Hallo,
ich habe seit ca. einem halben Jahr eine Nachhilfeschülerin in Mathe.
Aber die Lehrerin hat sie aufgegeben. Sie wird schlecht benotet. Sie hat eine Arbeit geschrieben, wo sie 60 von 70 Pkten ereicht hat Note: 4. Da die Lehrerin aber auch für die besseren Schülerer eine höher angesetzte Arbeit verteilt hat, ist sie auf die Idee gekommen die höhere Pktezahl für die Benotung zu benutzen, sprich 60 von 90 Pkten.
Auch bei der Deutscharbeit hat meine Schülerin von 96 Wörtern nur 6 falsch geschrieben und bekommt eine 3. Ich wollte mal nachfragen ob das alles so seine Richtigkeit hat.
Wäre schön was zu hören...
Danke

 
9 Antworten:

Re: Benotung

Antwort von prinzesschen am 26.02.2007, 15:08 Uhr

Hi,

wie alt ist denn Deine Schülerin? Was sagt denn die Mutter dazu? Ich als Mutter hätte mich da schon längst mit der Lehrerin in Verbindung gesetzt, die kann doch die Punkte und Noten nicht nach Gutdünken vergeben, dafür gibt es doch Notenschlüssel.

LG Ivonne

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Re: Benotung

Antwort von Paulinchen70 am 26.02.2007, 15:45 Uhr

Hi,
zum Diktat: An unserer Schule ist das auch so (laut Konferenzbeschluss)
0 Fehler = 1
1- 3 Fehler= 2
4- 7 Fehler=3
8- 12 Fehler=4
13- 17 Fehler = 5
Mathe: Das hört sich nach einer differenzierten Arbeit an. Also: Die Schülerin bekommt eine abgespeckte Arbeit. Diese wird auch anders bewertet, beste Note ist hier eine 3! Sonst wäre es ja im Vergleich zur Klasse nicht einheitlich.
Ich halte den Einsatz von differenzierten Arbeiten nur in bestimmten Fällen sinnvoll. Außerdem sollte es unbedingt mit Schüler und Eltern abgesprochen sein.

Sollte es so gewesen sein, finde ich die Bewertung nicht ungewöhnlich.

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Re: Benotung

Antwort von sechsfachmama am 26.02.2007, 18:07 Uhr

finde ich ungerecht von der Lehrerin. Durch die abgespeckte Variante haben die Schüler ja gar keine Möglichkeit, mehr als 70 Punkte zu erreichen. Und dann zu sagen: du hast 60 von 90 erreicht, obwohl es ja nur 70 gab - da würde ich auf die Barrikaden gehen!
Dann müsste sie sagen: 70 Punkte sind normal eine drei, ich teile diese 70 Punkte mit der 3, 4, 5 und 6 auf - also sind 60 Punkte immer noch ne drei.
Würde ich nicht so stehen lassen.

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so was heißt Differenzierung

Antwort von Henni am 26.02.2007, 18:41 Uhr

und ist natürlich erlaubt!

Es gibt ja viele Schüler, die eh keine Chance auf eine gute Mathenote haben, weil sie aus den verscheidensten Gründen (oft auch Zeit oder so) noch NIE mehr als die Hälfte der Arbeit überhaupt geschafft haben. da macht es DURCHAUS Sinn , solchen SChülern eine "eingegrenzte" Arbeit anzubieten, bei der sie dann allerdings auch wenn sie ALLES richtig haben eben nur eine 3 oder so haben, eben weil sie generell nur einen teil der Arbeit mitgeschrieben haben! Ist doch logisch!

Das gibts doch in Deutsch auch überall, also jemand schreibt z.B: nur den geübten Teil eines Diktats mit, hat da bsw. Null Fehler udn eine DREI!!! Eben weil es aus der Erfahrung so ist, dass er IMMER im 2. Teil des Diktats MASSENWEISE fehler reinhauen würde und so NIE besser als ne 5 oder 6 geschriben hat. Das gibt es in ALLEN Fächern und liegt im Ermessen des Lehrers, wird aber generell auch Elternabenden auch angesprochen und erklärt.

LG HEnni

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Re: Benotung

Antwort von JeSth am 26.02.2007, 20:05 Uhr

ich danke euch erstmal für die anschreiben. also die schülerin in 9 heißt in der 3. klasse.
natürlich haben die eltern versucht sich mit der lehrerin in verbindung zu setzten. doch die hat nie zeit und lässt nur über das mitteilungsheft nachrichten zukommen.
sie hoffen auf den eltersprechtag ansonsten wenden sie sich an die schulleitung
Lg Jesth

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Re: so was heißt Differenzierung

Antwort von JeSth am 26.02.2007, 20:11 Uhr

klar, dass kann ich gut nachvollziehen.
doch die lehrerin hat den eltern mitgeteilt, dass sie sich damit abfinden müssten, dass ihre tochter das niemals lernen wird. und das ist für mich nicht korrekt und nimmt dem kind jegliche perspektive.
danke trotzdem, jetzt ist es verständlicher...

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Re: Benotung

Antwort von JeSth am 26.02.2007, 20:58 Uhr

ok, aber was machen denn die schüler die dann im diktat 50 wörter falsch haben, die kriegen dann von 18 aufwärts eine sechs??
irgendwie ungewöhnlich, oder seh ich das nur so?

Danke
LG Jesth

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Re: Benotung

Antwort von JeSth am 26.02.2007, 21:01 Uhr

danke für die zustimmung, hab schon gedacht ich würde das nur nicht verstehen. das problem liegt auch darin dass die lehrerin auf keine nachricht von den eltern reagiert. sie gibt weder eine kopie von der arbeit heraus, damit ich auch sehen kann wo die fehler gelegen haben, noch will sie einen termin mit den eltern vereinbaren. ist doch irgendwie suspekt, oder?

LG Jesth

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Re: gib doch dieser Mama mal bitte meinen Erfahrungsbericht ...

Antwort von sechsfachmama am 26.02.2007, 22:18 Uhr

ich hoffe, sie kann sich da was rausnehmen! und nicht verzweifeln oder aufgeben!!

ich hab jetzt unseren fast 13-jährigen auch mit zur Ergo genommen zum Test, er ist 7. Klasse auf dem Gymi und hat große Fremdsprachenprobleme. Lernt und lernt und - wieder 4 oder 5 ... er kriegt teilweise schon Panik, wenn er nur an das Fach denkt.
Jedenfalls hat sie ihn getestet und er hat tatsächlich eine (nicht sehr schwere) auditive Wahrnehmungsstörung. Guck an, hätt ich nicht wirklich gedacht. Jetzt krieg ich ein Rezept vom Hausarzt und er geht auch zur Ergo.

Hier nun meine alten Postings:

ich schreibe hier mal zwei Postings von mir rein - das erste ist das ältere, im zweiten von letzter Woche wiederholt sich dann einiges. Aber ich hab jetzt keine Lust, alles auseinanderzusortieren.
Allg. habe ich die Erfahrung machen müssen, dass das gut gemeinte Üben zu Hause überhaupt nix bringt - weil einfach die Gehirnregionen gar nicht erreicht werden, die erreicht werden sollten. Die Ergo sagte mal so: das ist so, als wenn Sie Schnupfen haben und sich wundern, warum vom Naseputzen der Schnupfen nicht verschwindet - weil die Ursache nicht bekämpft wird.
Und da liegt der Ansatz in der Ergo.

So, jetzt die Postings.

meine Tochter (fast 11) wollte auch nicht gerne lesen. Die Jungs lasen schon nach 6 Wochen Schule die ersten Wörter, sie interessierte es nicht. Ende 1. Klasse fing sie bissel an. Dann las sie schon mehr, auch Kinderbücher große Schrift usw., aber wenn ich sie fragte, was sie gelesen hat - weiß ich nicht, das kann ich mir nicht merken, ich muss ja lesen ...
In Mathe Probleme, Textaufgaben lösen katastrophal, logische Schlussfolgerungen usw ...
Jedenfalls glaubte ich erst an LRS (auch wegen der vielen Fehler) und Rechenschwäche. Beim Psychologen Test machen lassen - sie hat IQ von 68 und sollte dringendst auf Hilfsschule, ansonsten würde sie "verheizt" - Lösung des Problems gäbe es keins (diese Diagnose haben bisher alle Kinder erhalten von meinen Bekannten, die bisher dort waren). Das stellte mich nicht zufrieden. Sie ist ein sehr umgängliches Mädchen - Hausmütterchen pur, musisch, künstlerisch begabt, malt schön, denkt sich Gedichte, Lieder, Geschichten aus, spielt viele Rollenspiele mit den Geschwistern, kann mir die Küche komplett in Ordnung halten - hat also vollen Durchblick ...
Bin zu der Logopädin, bei der auch die Kinder meiner Freundin waren, nur mal so zum "Schnuppern" - sie meinte, dass sie die Diagnose auch nicht bestätigen kann nach der halben Stunde Beobachtung - ich soll mir dringend eine zweite Diagnose einholen.
Ein anderes Institut sagte mir, dass sie den gleichen Test machen, also bringe das nix und außerdem bezahlt das nicht die KK. Ich soll mich doch ans Regionalschulamt wenden. Hab ich auch gemacht.
Wir waren paar Mal dort, sie hat wieder Tests gemacht, allerdings rein Schulwissen. Ergebnis: sie hat eine Konzentrationsstörung und eine Untergrundwahrnehmungsstörung. Dringend Ergotherapie und Konzentratiionsübungen.
In der Schule mit einer Leherin hat sie daraufhin erstmal 10 Stunden Konzentrationsübungen gemacht - mit dem Erfolg, dass sie in einem Laufdiktat sogar mal eine eins heimbrachte, das ist noch nie passiert. Jetzt sind wir in der Ergo und dort waren die ersten drei Mal auch "nur" Diagnose. Ergebnis: die Konzentrationsstörung kommt von einer Überforderung. Irgendwann fühlt sie sich der Sache nicht mehr gewachsen und flüchtet sich in eine Traumwelt. Hat wieder mit der Untergrundwahrnehmungsstörung zu tun - da sie damit große Probleme hat (siehe erste Leseversuche), muss sie soviel Kraft investieren, dass diese nicht bis zum Schluss reicht.
Sie hat Probleme in der Formkonstanz (also durchhalten, dranbleiben usw.), hängt alles mitnander zusammen.
Jetzt weiß ich auch, warum sie noch nie gerne gepuzzelt hat, das ist für sie die reinste Quälerei. Sie kann diese Details auf den Puzzleteilen gar nicht richtig erkennen, die Unterschiede der Ausbuchtungen usw.
Deshalb ist für sie Lesen und Textaufgaben lösen auch so anstrengend. Sie muss sich dermaßen auf das Erfassen der Buchstaben konzentrieren, dass nicht mehr Kraft für das Merken und Verarbeiten bleibt. Ist sie am Ende von einer Textaufgabe mit Durchlesen angekommen, weiß sie eigentlich gar nicht mehr, was drinstand ...
Es muss nicht immer eine "nur" Unlust des Kindes dahinterstecken - oft haben die Sachen wirklich begründete Ursachen. Ich würd mal solche Tests machen lassen, bevor sich das Kind quält. Kost ja nix, außer Zeit und Fahrtkosten ... aber besser testen lassen und es ist nix, als nicht testen lassen und sich ewig rumärgern.
Nachhilfeinstitute wollen für solche Tests immer haufenweise Geld ... ich war mal zu so einem Vortrag - dann dachte ich - was machen die Eltern, die kein Geld für Nachhilfe haben? Und kam über Umwege auf das Regionalschulamt. Dort wurde mir auch gesagt, dass sämtliche Nachhilfe übers Regionalschulamt und die Schule (Beratungslehrerin) abgedeckt werden können.



aber nur ansatzweise Mathe- und Deutschschwäche (nur ein paar Teilbereiche).
In der Schule hieß es immer: da ist nix, das wird schon, alles normal - gar nix normal.
Sie quälte sich durch die Schule, 2. Klasse wiederholt, aber der dritten wieder total abgesackt, überfordert, wollte (konnte!) nicht lernen ....
hab dann beim Psychologen einen Test machen lassen (HAWIG) und das Ergebnis: sie sei völlig überfordert, am besten Hilfsschule, nicht therapierbar oder nur ein bisschen.
Das hat mich nicht zufriedengestellt, bin mal zum Schnuppern zu einer Logopädin. Die meinte nach der halben Stunde, dass sie das gar nicht bestätigen kann - es liegt was vor, aber so auf die Schnelle kann sie das nicht sagen. Ich sollte auf jeden Fall noch einen zweiten Test machen.
Habe mich ans Regionalschulamt gewandt, dann bei der Psych. einen Termin bekommen, sie hat rein schulisches Wissen getestet (auch HAWIG) und es kam heraus, dass sie eine Untergrundwahrnehmungsstörung hat und daraus resultiert die Konzentrationsstörung. Sie war immer sehr schnell überfordert - spätestens nach 15 min Schulunterricht driftete sie in ihre Traumwelt usw.
Daraufhin hatte die Psych., die Lehrer und ich einen Termin, haben alles besprochen, sie bekam von der Beratungslehrerin der Schule erstmal einmal die Woche eine Stunde Konzentrationstraining. Man merkte eine leichte Besserung (z. B. beim Laufdiktat mal eine zwei).
Der erste Test war im Sommer, der beim Schulamt im Okt., der Termin im Nov. Im Frühjahr dann konnte ich bei meiner Hausärtzin aufgrund des Attestes vom Schulamt endlich Ergotherapie auf Rezept bekommen. Die Ergo behandelt auch speziell Kinder mit Mathe- und Deutschschwäche, dazu muss man keine teure Nachhilfe zahlen.
Ich habe eine Bekannte, die ihr Kind zum Paedecinstitut schickt - auch wegen Matheschwäche - sie erzählte mir, was da gemacht wird: das gleiche wie in der Ergo ... nur dass sie dafür jeden Monat 200 Euro legt!
Nein, das geht auch anders!
Die Ergo erkannte, dass unsere Tochter auch noch Probleme mit der Formkonstanz hat usw.
Ich wunderte mich immer, dass sie früher nie puzzlen wollte oder Gesellschaftspiele mitspielen.
Die Ergo sagte mir: das kann sie gar nicht mögen. Weil sie z. B. bei Puzzleteilen überhaupt den Unterschied nicht erkennen kann! usw.
Inwzischen ist sie seit fast einem Jahr in der Ergo (einmal pro Woche) und es hat sich wahnsinnig viel verändert.
Sie puzzlet ab und zu, spielt gerne Spiele, in der GS stand sie in Mathe auf 4, in Deutsch auf 3.
Jetzt ist sie an der MS und steht in Mathe und Deutsch auf 2. Wenn sie wirklich mal einen Tag krank ist, ärgert sie sich tierisch, dass sie nicht in die Schule kann - ohne Schule ist das Leben langweilig ... In Mathe ist sie mit eine der besten Mitarbeiter, rechnet manchmal am schnellsten von allen, versteht endlich Textaufgaben (früher brauchte sie so viel Kraft zum "erlesen" der Aufgaben, dass zum Rechnen der Aufgabe dann keine mehr übrig war) und Mathe ist mit ihr Lieblingsfach und die Lehrerin ihre Lieblingslehrerin!
Als sie in ner großen Mathearbeit ihre erste 1 nach Hause brachte, hab ich geheult vor Freude (heimlich). Nicht, dass ich nur stolz bin, wenn die Kinder 1 oder 2 schreiben - für sie war das eine riesige Leistung.
Also, ich würde auf jeden Fall beim Regionalschulamt, der Beratungslehrerin, Hausarzt ... fragen und mich nicht abwimmeln lassen.

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