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Stieftochter sehr anhänglich...

Thema: Stieftochter sehr anhänglich...

Hallo zusammen, ich weiß gerade nicht so recht, was richtig oder falsch ist... Meine große Stieftochter ist 13, ich kenne sie seit kurz vor dem 3. Geburtstag, mit ihrem Vater zusammen bin ich aber erst etwas über 4 1/2 Jahre. Wir wohnen nicht zusammen, sehen uns aber täglich und haben uns auch vor der Beziehung sehr oft gesehen. Die 3 Kids leben beim Papa seit der Trennung vor 7 Jahren. Die Mutter wohnt aber in unmittelbarer Nähe. Nun ist es so, dass die Große sehr viel mit mir zusammen machen möchte, zu ihrem ersten FA Besuch ging ich mit ihr. Was zu einer ziemlich Krise führte, da die Mutter es erst danach erfuhr und dem Kind dann ein schlechtes Gewissen machte. So weit, so blöd. Nun muss ein Überzahlinger Zahn gezogen werden. Es ist ein bleibender Zahn, steht aber in zweiter Reihe. Ich habe ihr gesagt, sie kann ja dann Mamas Hand halten, weil sie Schiss hat. Sie will aber, dass ich mit komme (Papa ist auch dabei). Weil ich nicht wieder so einen Stress möchte, sagte ich nun, dass ich an dem Tag leider keine Zeit hätte. Was aber nicht stimmt!!!! Nun hab ich ein schlechtes Gewissen. Ich weiß aber, dass die Mutter ihr wieder ein schlechtes Gewissen machen wird. Es gab vor einigen Jahren so krassen Stress, dass die Mutter kurz davor war nur mit Jugendamt die Kinder zu sehen, da sie die Kids arg belastet hat in dem sie ihnen sonst was erzählt hatte und diese nicht mehr wüssten wo ihnen der Kopf steht (inkl. Schulproblemen) Was mach ich nun??? Doch mit gehen, weil sie meine Unterstützung möchte, oder es so lassen? Ich kann sie aber auch nicht immer anlügen, wenn was ist, bei dem sie mich dabei haben möchte. Irgendein Rat?

von Anny am 12.12.2017, 12:31



Antwort auf Beitrag von Anny

Hm, sehr schwierig. Klar ist die Mutter verletzt, wenn ihre Tochter mit Dir das erste Mal zum Gynäkologen geht anstatt mit ihr. Auf der anderen Seite scheint dem Mädchen etwas bei der Mutter zu fehlen, was sie braucht und was Du ihr gibst. Das würde ich ihr keinesfalls verwehren. Beim Frauenarzttermin hätte ich wahrscheinlich gesagt, dass es besser ist, wenn die Mutter mitgeht, da Du ja sowieso keine medizinischen Entscheidungen treffen darfst (Entscheidung über Verhütungsmittel etc.). Wenn es aber um Termine wie den Zahnarzttermin geht, bei welchem Du als Unterstützung und nicht als medizinischer Entscheider dabei sein sollst, würde ich ihr dies nicht verwehren. Mit 13 ist sie ja schon ganz verständig. Ich würde sie in solchen Situationen fragen, ob sie nicht ihre Mutter mitnehmen möchte und wenn nein, dann sollte die Mutter vorher darüber Bescheid wissen. Ob das Mädchen das selbst macht oder Vater seine Ex informiert, müsst ihr entscheiden.

von Zwerg1511 am 12.12.2017, 13:20



Antwort auf Beitrag von Anny

Ich würde mich da etwas raus und zurück nehmen an deiner Stelle. Du hast ja selbst auch mehrere Kinder und es ist natürlich für die Mutter schon echt doof. Dass es vielleicht gar nicht unbedingt von dir aus kommt,sondern von dem Kind, ist dann vielleicht nicht so klar für die Mutter. Ich würde solche Dinge an Vater und Kind abgeben und die beiden sollen eben klären was wie läufzbund stattfindet. Ich finde immer,erstmal sollte das Elternteil „zuständig“ sein und wenn das wieso auch immer,nicht geht oder nicht gewünscht wird,dann ist das andere Elternteil zuständig das zu klären.

von Mariechen2015 am 12.12.2017, 13:54



Antwort auf Beitrag von Mariechen2015

Das mit dem FA Termin war ziemlich unglücklich. Ich hatte meinen Partner gefragt ob die Mutter Bescheid weiß und er ging davon aus, dass seine Tochter es der Mutter gesagt hat. Ich Frage sie immer ob sie dies oder das nicht lieber mit ihrer Mutter machen möchte, aber das möchte sie nicht und hat mich auch mehrfach gebeten mit ihr den Arzttermin war zunehmen. Etwas zurück nehmen ist schwierig. Ich sehe sie mehr, als dass sie ihre Mutter sieht. Allerdings ist das die Entscheidung der Kinder, denn die Mutter wohnt keine Minute weg. Die große hat mich vorhin nochmal gefragt, ob ich nicht probieren kann doch mit zu kommen. Ich sitz in der Zwickmühle. Hatte ihr ja gestern schon gesagt, ob sie nicht lieber die Mutter dabei haben möchte. Darauf sagte sie, dann geht sie mit dem Papa alleine. Warum das so ist, kann ich nicht genau sagen. Ich hatte allerdings all die Jahre mehr Kontakt zu den Kindern, als die Mutter. Nur die jüngste Tochter ist öfter Mal bei der Mutter. Wenn auch meist nicht lang. Mein Partner sagte nur, es sei wichtiger, was die große Tochter möchte und ich solle sie nicht vor den Kopf stoßen. Was ich ja auch so sehe. Trotzdem fühle ich mich irgendwie dazu gezwungen, um zu vermeiden dass die Mutter dem Kind wieder Probleme macht... Schließlich ist ein gutes Verhältnis zur leiblichen Mutter wichtig!!!!

von Anny am 12.12.2017, 15:16



Antwort auf Beitrag von Anny

Mit 13 Jahren vertraut sie dir sehr und möchte,dass du dabei bist.Ich würde mitgehen und sie unterstützen.Sie möchte es selbst und kann einige Dinge doch schon selber entscheiden.Ich weiß,wie schwierig manche Ex-Leute sind.Mache es für's Kind.Sie braucht deinen Halt und Schutz.Sie fragt DICH ja und möchte es so.Egal,was und wie du es machst.In den Augen der Mutter machst du es sowieso falsch.Hôre auf dein Bauchgefühl.Anlügen/Notlüge ist doch für dich bzw. euch viel schlimmer.

von fsw am 12.12.2017, 16:46



Antwort auf Beitrag von fsw

Ich habe dein Posting jetzt 2x gelesen. Die Kinder, also seine Kinder, leben bei deinem Freund und nicht bei der Mutter. Muss ja auch einen Grund haben. Ich würde mit dem Mädchen gehen, sie hat sich schon längst auf deine Seite geschlagen. Dein Freund muss es der Mutter sagen, damit sich diese nicht hintergangen fühlt und euch ein Riesentheater hoffentlich erspart bleibt. Ein 13jähriges Mädchen/ Kind würde ich damit nicht alleine lassen. Da sie weder bei der Mutter lebt, noch bei dir, würde ich wenn gewünscht zur Verfügung stehen. Das ist ja auch ein großer Vertrauensbeweis an deine Person Anny. Wichtig finde ich aber, dass ihr nicht nur denkt, dass Mädchen wird es der Mutter schon gesagt haben, sondern das das auch tatsächlich passiert ist. Was die Mutter hinterher daraus macht, steht auf einem anderen Blatt. Also wie gesagt, ich würde das Kind begleiten und ihr aber auch mal in Ruhe erklären, dass es wichtig ist, auch der Mutter Bescheid zu geben und sie nicht zu "hintergehen". Sie ist und bleibt die leibliche Mutter und solange das Kind nicht volljährig ist, muss sie in diesen sauren Apfel beißen.

von kleineTasse am 12.12.2017, 22:08



Antwort auf Beitrag von kleineTasse

Egal, was du tust, du wirst Ärger, Stress mit der leiblichen Mutter haben. Also kannst du auch gleich auf dein Bauchgefühl hören. Ich denke mal, die leibliche Mutter ist eifersüchtig und neidisch auf euer gutes Verhältnis. Ich sehe da aber auch deinen Partner in der Pflicht. Er muss die ganze Angelegenheit mal mit seiner Ex-Frau grundsätzlich klären. Es kann doch auch nicht in seinem Interesse sein, dass du immer das ganze "Gewitter" abbekommst. Und ich würde mich nicht darauf verlassen, dass das Mädchen der Mutter alles sagt zu Terminen etc. Da sollte der Papa immer bei der Mutter nachhaken. Zum anstehenden Termin würde ich mitgehen. Und ich würde dem Kind auch erklären, in welcher Zwickmühle du steckst. Sie ist 13, sie versteht mehr als du denkst. Informieren über den Termin und deine gewünschte Begleitung sollte der Papa aber die Mutter schon. LG Streuselchen

von Streuselchen am 13.12.2017, 08:53



Antwort auf Beitrag von Anny

Umgekehrt gesehen würde ich als Mutter auch sehr traurig sein, wenn meine Tochter lieber die neue Freundin meines Ex dabei haben möchte als mich. Würde mit der Stieftochter sprechen (mit 13 J. ist sie ja nicht mehr so klein) und ihr erklären, dass du zwar gerne mitgehen würdest, das aber eher eine Sache ist, wo ihre Mutter dabei sein sollte.

von nils am 21.12.2017, 11:04