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Umfrage Stiefkinder

Thema: Umfrage Stiefkinder

Familienkonstelation Wie ist das bei euch? Leben eure Stiefkinder beim anderen Elternteil und ihr seht sie zB jedes 2. Wochenende / wechselmodel / Leben bei euch? Wie ist euer Verhältnis zu euren Stiefkindern? Also eher die Kinder des Partners und damit seine/ihre Verantwortung (auch wenn ihr euch mitkümmert) oder eher wie leibliche Kinder mit allen Verantwortungen? Ich kenne meinen Stiefsohn seit er 6 ist (jetzt fast 14). Vorher gab es einen lockeren Umgang, seit der Einschulung festes Wechselmodel mit wöchentlichem Wechsel. Natürlich habe ich mich am Anfang rausgehalten aber mit der Zeit sind wir richtig zusammen gewachsen. Also, Sachen wie Erziehung, irgendwohin begleiten oder wer was finanziell übernimmt, diese fragen stellen sich mir bzw hier nicht. Wer da ist, wer gerade kann, der übernimmt. Gelegentlich gibts Diskussionen mit der KM aber das ist ein anderes Thema.

von Lluvia am 09.06.2018, 08:21



Antwort auf Beitrag von Lluvia

Hallo! Bei uns ist es so, dass der Sohn meines Partners 1x im Monat und hälftig in den Ferien bei uns ist. Nach ziemlich viel bösem Hin und Her würde das gerichtlich in einer Umgangsvereinbarung festgelegt. Mit meinem Partner bin ich 5 Jahre zusammen, kenne den Sohn seit er 5 ist, jetzt wird er 10. Wir hatten einen schweren Start. Anfangs habe ich mich sehr zurück gehalten, aber so nach und nach gehörte ich immer mehr dazu. Der Sohn hat mich total abgelehnt, hat auch gehauen, getreten, gespuckt... und teilweise sogar richtig intrigiert gegen mich, hat beispielsweise Papa erzählt, ich hätte ihn geschlagen o.ä.. Ich denke, er hatte damals einfach das Gefühl, ich würde ihm den Papa wegnehmen und er muss um Papa kämpfen und mich irgendwie"vertreiben". Sicher war es auch nicht unbedingt hilfreich, was ihm Zuhause eingeredet wurde ("Mama sagt, S. hat mir gar nix zu sagen"). Aber es wurde besser. Mein Partner hat von Anfang an klar gestellt, dass ich dazu gehöre und auch etwas zu sagen habe. Und er hat sich nicht ausspielen lassen. Ich habe immer wenigstens einmal während des Umgangs alleine was mit ihm unternommen und wir hatten immer sehr viel Spaß. So haben wir mit der Zeit eine richtig gute Beziehung aufgebaut. Leider haben wir im Moment wieder eine schwierige Phase. Ich hab ja weiter unten geschrieben, das er momentan nicht gerne zu uns will. Und wenn er denn hier ist, lässt er mich völlig links liegen. Er redet nicht mit mir, nur über Papa. Ist Papa aber mal nicht da, weil er beispielsweise arbeiten muss, ist alles normal und wie immer. Dann hat er ja quasi keine andere Wahl. Ich versuch trotzdem mein Bestes zu geben, wer weiß, woran's liegt. Wir vermuten, dass Zuhause von der KM viel negativer Einfluss genommen wird. Das können wir natürlich nur vermuten und leider nicht ändern, aber wir versuchen immer das Beste draus zu machen. Finanziell ist es bei uns schon immer so, dass alles vom gemeinsamen Konto bezahlt wird, also was man so im täglichen Leben braucht (Essen und so), aber auch Geburtstags-, Weihnachtsgeschenke, etc.. Den Sprit, wenn er ihn abholt, zahlt mein Partner allein. Ansonsten besprechen wir auch alles, was den Sohn betrifft, also den Umgang generell, die Unternehmungen, Normen und Regeln, Erziehungsfragen, usw.. Ich würde also sagen, wir übernehmen beide die Verantwortung, obwohl ich ganz klar sagen muss, ich sehe mich nicht als seine zweite Mama. Liebe Grüße...

von Soraya14 am 09.06.2018, 13:48



Antwort auf Beitrag von Lluvia

Hallo, mein Stiefsohn lebt bei uns. Als wir uns kennen gelernt haben, war er schon relativ alt. Vielleicht liegt es daran, dass unsere Bindung nicht so eng ist. Er ist eher das Kind meines Mannes. Trotzdem kümmere ich mich natürlich. Allerdings war das Leben mit ihm schon die ganze Zeit schwierig und gerade ist es sehr extrem. Er kostet uns viel Kraft und Nerven. Ich frage mich, warum ich mir das überhaupt antue. Janna

von jannas am 10.06.2018, 09:50



Antwort auf Beitrag von Lluvia

Ich habe mal ein tolles Buch zu dem Thema gelesen: "Du hast mir gar nichts zu sagen" von Susanne Petermann. Das beleuchtet die "Stiefmutterrolle" sehr schön und hat mir viel geholfen...

von Soraya14 am 10.06.2018, 12:52



Antwort auf Beitrag von Lluvia

Ich "kenne" mein Stiefkind jetzt schon fast 10 Jahre, aber da sie sehr weit weg wohnt und wir uns nur ca. 3 x im Jahr sehen ist die Beziehung nicht die beste. Bei uns ist es so, dass es hauptsächlich die Sache meines Mannes ist. Seine Tochter ist so sehr ruhig und brav, aber ich spüre die Ablehnung und dass sie denkt ich habe ihr den Papa weggenommen (ihre Mutter beeinflusst sie da sehr). Deshalb halte ich mich die 3 x im Jahr ziemlich im Hintergrund.

von nils am 11.06.2018, 07:32



Antwort auf Beitrag von Lluvia

Meine Stiefkinder sind allesamt erwachsen. Kennengelernt hab ich sie im Alter von 24, 23, 21 und 18. Das war vor fast 7 Jahren. Sie leben inzwischen alle allein oder mit ihren Partner. Zum Ältesten hatte ich anfangs ein komisches Verhältnis. Er ist ja nur 6 Jahre jünger als ich, aber wollte irgendwie bemuttert werden, also Plätzchen backen vor Weihnachten und so. Leider geht es ihm psychisch und sozial gerade gar nicht gut und damit haben wir keinen Kontakt mehr. Nr. 2 war anfangs total ablehnend. Bis sie festgestellt hat, daß ich ihr nicht den Papa wegnehme. Seither geht's mal mehr mal weniger herzlich zu. Im Moment ist sie mal wieder in Deutschland (forscht viel international) und wir freuen uns immer sehr, wenn sie hier zu Besuch kommt. Zuletzt hat sie ihrem Partner uns als "ihre Familie und ihr Zuhause" vorgestellt. Da war ich ziemlich stolz, daß aus so einer Ablehnung ("diese Person werde ich niemals sehen") eine solch starke Anerkennung entstanden ist. Die beiden "kleinen" Jungs hatten deutlich mehr Kontakt zu ihrer leiblichen Mutter und sind sehr selten zu Besuch und auch eher verschlossen und schlecht erreichbar. Das ist manchmal etwas schade, vor allem weil so das Enkelkind meines Mannes (Tochter von Nr.3) fast gar nicht ihren Opa erlebt. Nun, alle sind erwachsen und leben ihr Leben. Das einzige, was hier noch zu regeln ist, ist das Testament. Da mache ich mir wenig Illusionen und daher brauchen wir was juristisch wasserfestes, damit ich unsere drei gemeinsamen Kinder finanziell abgesichert für die Zukunft sehe.

von mareen283 am 11.06.2018, 11:30



Antwort auf Beitrag von Lluvia

Hallo Ich kenne meine Bonustochter seitdem sie fast 2 Jahre alt ist . Damals wohnte sie fest bei meinem Partner bis sie fast 3Jahre alt war. ( im Juli wird sie 4 ) ich habe sie von Anfang an gewickelt betreut etc . Sie ist wie eine Tochter für mich. Als die KM ihr Leben auf die Reihe bekommen hatte haben wir auf Wunsch der KM die wohnverhälltnisse verändert. Wir fahren regelmäßig zu ihr (wohnen im gleichen ort) um zu sehen ob es der kleinen gut geht und nehmen Sie so oft es geht zu uns. Ca. 2- 3 Tage die Woche . Die Kleine freut sich immer auch mich zu sehen umarmt mich küsst mich und behandelt mich wie eine 2te Mutter. Sie ist ein absolutes Papa Kind ( kein wunder wenn sich die ersten fast 3LJ hauptsächlich Papa gekümmert hat . Manchmal will sie nicht zu ihrer Mutter dann bleibt sie etwas länger bei uns . KM hat damit keine Probleme . Allerdings hat die kleine auch schon mal darum gebeten das die KM sie abholt hat auch geklappt. Mit der KM verstehen wir uns bestens ich denke anders wäre es so auch nicht möglich Mein Sohn und die kleine kommen auch bestens miteinander aus . Ich hoffe das dieses Miteinander auch zukünftig weiter bestehen bleibt . LG Bianca

von bianca1990 am 17.06.2018, 10:22